
Un schunn widder e Vorwurf vun de Phàrisäer un de Schriftgelehrte! Sie meine, im Herr Jesüs sini Jinger sotte fàschte un bätte, un nitt so viel esse un trinke. De Meischter erklärt denne Herre vum G’setz: Mit ihm het e nejs Zitàlter àng’fànge.
Mit sim Gleichnis vun de àlte un neje Kleider bzw. Schlich* màcht er klàr: D’veràltete Forme, Vorschrifte, Tràditione un Rite vun de Religion sinn mànichmol ze eng, um d’Freid, d’Begeisterung un d’Kràft vum neje Zitàlter üszehàlte.
Sini Bilder hàn sellemols de Jinger g’fàlle. Mànchi hàn sich villicht d’Händ geriwwe un g’sààt: „Mer begriesse diss neje Zitàlter! Mer brüche nitt ständig eini rïsse, mer derfe Freid hàn, làche, einer drufmàche, wenn m’r au uf uns zeijt!“
Wie steht’s mit uns, liewi Frind? Wàs hàlte mer vun dem neje Zitàlter, züe dem uns de Herr Jesüs inlàdt? Gibt’s denn Freid, Spàss, Hümor, Làche in unserem Chrischteläwe? Pàsst diss züem Glauwe?
Es gibt viel Ànläss, wo uns Chrischte züem Làche bringe. Mit ’em Oschterlàche züem Beispiel - e Brüch, wo bis ins Mittelàlter zeruckwiist - schàffe mer uns Distànz züe unsere Àngscht vor ’em Dod.
Wenn Mensche làche, noh màche se ihr Herz uf. Làche màcht ’s Läwe àngenähmer. Wenn m’r lehrt, iwwer sich selbscht ze làche, erschint einem vieles gàr nimmeh so bedrohlich und bezwingbàr.
Àlso los, liewi Mitchrischte, hàn Freid àm Läwe! Bätte, singe, làche, versüeche uf de Sunnesit vum Läwe ze wàndle, wenn’s au nitt immer ebbs ze làche gibt!
Un wie de àlt Pfàrrer züem junge Vikàr g’sààt het: Àm End sààt m’r „Amen“ un nitt „Es gilt“!
Daniel Steiner,
pfarrer
*Lükàs 5,33-39