
Spotjohr. D’Däj werre kirzer. ’s Liecht nemmt àb. D’Temperàtüre sinke. De Näwel stejt. Viel Läweswese bereite sich uf de Winter vor. D’Nàtür setzt àlles frej, wàs iwwerfliessig isch. So trennt sich de Baum züem Beispiel vun sinere Blätterpràcht un foküsiert sich uf ’s Wesentliche.
Genau wie d’Pflanze ihri Energie zeruckzeje, derf au jeds vun uns sich in derre Johreszit widder vermehrt sinem Innere züewende. Mer wisse’s, d’Herbschtmonet bringe verschiedeni Erüsforderunge mit sich.
Sie kenne unser Wohlbefinde b’schädige. ’s veränderte Liecht wirikt sich uf unsere Biorhythmus üs, d’mehrfàche Wetteränderunge verursàche kerwerlicher Stress, Schwermut, Triebsinn un sogàr Depressione. Wie kànn m’r diss iwwerstehn? D’Nàtür kann àls Metapher dienen. Lüej, wie d’Baim ihri Blätter àbwerfe. Verbind’s mit Sorje odder Stress un fröj dich: Wàs kànn ich frejsetze? Wàs helft geje de Herbschtblues? Wo find ich Rüej un Fridde?
Spotjohr! Genau d’richtig Zit fer innerlichi Rüej ze finde. Jeds kànn d’Nàtür geniesse, sich vun àlte Sàche leese un neji Energie tànke. Un villicht gelingt’s eim debi Erfàhrunge ze màche mit dem, wo diss Fàlle unendlich sànft in sine Händ hàlt un ’s neje Läwe in de Knoschpe fer ’s kommende Friehjohr ànlajt.
Daniel Steiner